{"id":4125,"date":"2013-02-20T13:07:25","date_gmt":"2013-02-20T11:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/?p=4125"},"modified":"2015-01-14T14:17:59","modified_gmt":"2015-01-14T12:17:59","slug":"chronologie-eines-schlaganfalls","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/chronologie-eines-schlaganfalls\/","title":{"rendered":"Chronologie eines Schlaganfalls"},"content":{"rendered":"<div class=\"soc_custom_post_ad soc_none\"><a href=\"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-5249\" src=\"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-content\/uploads\/Webinaranzeigen.002-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/div><h3>Chronologie eines Schlaganfalls<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"width: 112px; height: 84px;\" src=\"http:\/\/images.ted.com\/images\/ted\/e86e4fdeedbff174a70b8e80f6c3ebe12b9e9cfa_113x85.jpg\" alt=\"Gehirnforscherin Jill Bolte Taylor\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12px;\"><span style=\"font-family: Georgia, Times, 'Times New Roman', serif; font-style: italic;\">In ihrer Chronologie eines Schlaganfalls beschreibt die\u00a0Gehirnforscherin Jill Bolte Taylor, wie sie ihren eigenen Schlaganfall erlebt hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Deutsche Mitschrift eines Vortrags von Jill Bolte Taylor (Das Original mit Untertiteln in niederl\u00e4ndischer Sprache finden Sie <a href=\"http:\/\/www.ted.com\/talks\/lang\/nl\/jill_bolte_taylor_s_powerful_stroke_of_insight.html\" target=\"_blank\">hier<\/a>.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Brain researcher Jill Bolte Taylor studied her own stroke as it happened &#8211; and has become a powerful voice for brain recovery.<\/p><\/blockquote>\n<h3>Die Vorgeschichte<\/h3>\n<p>Ich wuchs damit auf, das Gehirn zu studieren, denn ich habe einen Bruder, der mit der Gehirnleistungsst\u00f6rung Schizophrenie diagnostiziert wurde. Und als Schwester und sp\u00e4ter als Wissenschaftlerin wollte ich verstehen, wie es m\u00f6glich ist, dass ich meine Tr\u00e4ume mit meiner Realit\u00e4t verbinden kann und meine Tr\u00e4ume wahr werden lassen kann. Was hat es mit dem Gehirn meines Bruders und seiner Schizophrenie auf sich, dass er seine Tr\u00e4ume nicht mit einer allgemeinen und geteilten Realit\u00e4t verbinden kann und sie stattdessen zu Wahnvorstellungen werden? Aus diesem Grund widmete ich meine Karriere der Erforschung schwerer Geisteskrankheiten. Und ich zog von meinem Heimatstaat Indiana nach Boston, wo ich im arbeitete.<\/p>\n<p>Im Labor stellten wir uns die Frage: &#8222;Welche biologischen Unterschiede bestehen zwischen den Gehirnen von Personen, die als normal gesteuert diagnostiziert werden und den Gehirnen von Personen, die mit Schizophrenie, schizoaffektiver oder manisch-depressiver St\u00f6rung diagnostiziert werden?<\/p>\n<p>Im Wesentlichen entschl\u00fcsselten wir die Mikrotechnik des Gehirns. Welche Zellen kommunizieren miteinander, mit welchen chemischen Stoffen und mit welchen Mengen dieser chemischen Stoffe? Das gab meinem Leben eine gro\u00dfe Bedeutung, denn tags\u00fcber widmete ich mich dieser Forschung. Abends und an den Wochenenden war ich als F\u00fcrsprecherin f\u00fcr die NAMI, die National Alliance on Mental Illness unterwegs.<\/p>\n<h3>Der Schlaganfall<\/h3>\n<p><iframe src=\"https:\/\/embed-ssl.ted.com\/talks\/jill_bolte_taylor_s_powerful_stroke_of_insight.html\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Aber am Morgen des 10. Dezember 1996 wachte ich auf und stellte fest, dass ich<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>selbst eine Hirnleistungsst\u00f6rung hatte. Ein Blutgef\u00e4\u00df in der linken Seite meines Gehirns war geplatzt. Und innerhalb von vier Stunden konnte ich beobachten, wie mein Gehirn allm\u00e4hlich die F\u00e4higkeit verlor, alle Informationen zu verarbeiten. Am Morgen der Blutung konnte ich weder gehen, noch sprechen, schreiben oder mich an irgendetwas in meinem Leben erinnern. Ich wurde im Wesentlichen zu einem S\u00e4ugling in Gestalt einer Frau.<\/p>\n<p>Falls Sie jemals ein menschliches Gehirn gesehen haben, ist es offensichtlich, dass die beiden Hemisph\u00e4ren vollst\u00e4ndig voneinander getrennt sind. Und ich habe ein echtes menschliches Gehirn f\u00fcr Sie mitgebracht. Also dies ist ein echtes menschliches Gehirn. Das ist die Vorderseite des Gehirns, die Hinterseite des Gehirns mit dem R\u00fcckenmark, das nach unten h\u00e4ngt und in meinem Kopf w\u00e4re es in dieser Position. Wenn Sie sich das Gehirn ansehen, ist klar zu erkennen, dass die zerebralen Kortizes vollst\u00e4ndig voneinander getrennt sind. F\u00fcr diejenigen unter Ihnen, die sich mit Computern auskennen, unsere rechte Hemisph\u00e4re funktioniert wie ein paralleler Prozessor, w\u00e4hrend unsere linke Hemisph\u00e4re wie ein serieller Prozessor funktioniert. Die zwei Hemisph\u00e4ren kommunizieren untereinander durch den Corpus Callosum, der aus ungef\u00e4hr 300 Millionen Axonen besteht. Aber ansonsten sind die zwei Hemisph\u00e4ren komplett getrennt. Da sie Informationen unterschiedlich verarbeiten, denkt jede Hemisph\u00e4re \u00fcber verschiedene Dinge nach, sie k\u00fcmmern sich um unterschiedliche Dinge und ich wage es zu sagen, sie haben sehr unterschiedliche Pers\u00f6nlichkeiten. Entschuldigen Sie mich. Vielen Dank. Es war mir ein Vergn\u00fcgen. (Assistent: Ja, in der Tat.)<\/p>\n<h4>Die rechte Gehirnh\u00e4lfte<\/h4>\n<p>Unsere rechte Hemisph\u00e4re besch\u00e4ftigt sich ganz mit dem gegenw\u00e4rtigen Moment. Es dreht sich alles um das &#8222;hier und jetzt&#8220;. Unsere rechte Hemisph\u00e4re denkt in Bildern und lernt kin\u00e4sthetisch durch die Bewegung unserer K\u00f6rper. Informationen in Form von Energie str\u00f6men gleichzeitig durch all unsere Sinnessysteme herein und explodieren dann in dieser enormen Collage aus dem, wie der gegenw\u00e4rtige Moment aussieht, wie dieser gegenw\u00e4rtige Moment riecht und schmeckt, wie er sich anf\u00fchlt und wie er klingt. Ich bin ein energetisches Wesen, das mit der Energie um mich herum durch das Bewusstsein meiner rechten Hemisph\u00e4re verbunden ist. Wir sind energetische Wesen, die als menschliche Familie durch das Bewusstsein unserer rechten Hemisph\u00e4ren miteinander verbunden sind. Und hier, genau jetzt, sind wir Br\u00fcder und Schwestern auf dieser Welt, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und in diesem Moment sind wir perfekt, vollkommen und sch\u00f6n.<\/p>\n<h4>Die linke Gehirnh\u00e4lfte<\/h4>\n<p>Meine linke Hemisph\u00e4re &#8211; unsere linke Hemisph\u00e4re &#8211; ist ein ganz anderer Ort. Unsere linke Hemisph\u00e4re denkt linear und methodisch. In unserer linken Hemisph\u00e4re dreht sich alles um die Vergangenheit und die Zukunft. Unsere linke Hemisph\u00e4re ist so gestaltet, sich diese enorme Collage des gegenw\u00e4rtigen Moments vorzunehmen und anzufangen, Details \u00fcber Details \u00fcber diese Details auszusortieren. Sie kategorisiert und organisiert all diese Informationen und assoziiert sie mit allem, was wir jemals in der Vergangenheit gelernt haben und projiziert alle unsere M\u00f6glichkeiten auf die Zukunft. Und unsere linke Hemisph\u00e4re denkt in Sprache. Es ist das dauernde Gehirngeplapper, das mich und meine interne Welt mit meiner externen Welt verbindet. Es ist diese kleine Stimme, die mir sagt: &#8222;Hey, du musst daran denken auf dem Heimweg Bananen zu kaufen. Ich brauche sie morgen.&#8220; Es ist diese kalkulierende Intelligenz, die mich daran erinnert, wann ich meine W\u00e4sche zu waschen habe.<\/p>\n<p>Aber am wichtigsten ist es vielleicht, dass mir diese kleine Stimme sagt: &#8222;Ich bin. Ich bin.&#8220; Und sobald mir meine linke Hemisph\u00e4re sagt &#8222;Ich bin&#8220;, werde ich getrennt. Ich werde ein einzelnes Individuum, getrennt von dem Energiefluss um mich herum und getrennt von Ihnen. Und das war der Teil meines Gehirns, den ich am Morgen meines Schlaganfalls verlor.<\/p>\n<h3>Am Morgen des Schlaganfalls<\/h3>\n<p>&#8230; wachte ich mit einem pochenden Schmerz hinter meinem linken Auge auf. Und es war diese Art von Schmerz, ein brennender Schmerz, den man hat, wenn man in ein Eis bei\u00dft. Und er nahm mich gefangen &#8211; und lie\u00df mich wieder los. Und nahm mich wieder gefangen &#8211; und lie\u00df mich wieder los. Und es war f\u00fcr mich sehr ungew\u00f6hnlich \u00fcberhaupt irgendeinen Schmerz zu erleben, also dachte ich, OK, ich beginne mit meiner normalen Routine. Ich stand auf und sprang auf meinen Cardiogleiter, ein Ganzk\u00f6rper-Trainingsger\u00e4t. Und ich trainierte auf diesem Ding und realisierte, dass meine H\u00e4nde wie primitive Klauen aussahen, die den Griff umklammerten. Und ich dachte: &#8222;Das ist merkw\u00fcrdig.&#8220; Ich sah an meinem K\u00f6rper herab und dachte: Mensch, du siehst komisch aus.&#8220; Und es war, als ob sich mein Bewusstsein von meiner normalen Wahrnehmung der Realit\u00e4t entfernt hatte, in der ich die Person auf dem Trainingsger\u00e4t bin und diese Erfahrung mache, hin zu einem esoterischen Ort, von dem aus ich mich selbst sehe, wie ich diese Erfahrung mache. Und es war alles sehr merkw\u00fcrdig und meine Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. Also verlie\u00df ich das Ger\u00e4t und durchquerte mein Wohnzimmer und merkte, dass sich in meinen K\u00f6rper alles stark verlangsamt hatte. Und jeder Schritt war sehr schwer und sehr bewusst. Mein Gang war schwerf\u00e4llig und es gab diese Beschr\u00e4nkung in meiner Wahrnehmung, so dass ich mich ausschlie\u00dflich auf die inneren Systeme konzentrierte. Und als ich in meinem Bad stand und in die Dusche gehen wollte, konnte ich sogar den Dialog in meinem K\u00f6rper h\u00f6ren. Ich h\u00f6rte die kleine Stimme sagen: &#8222;OK, Muskeln, ihr m\u00fcsst euch zusammenziehen. Muskeln, ihr sollt euch entspannen.&#8220;<\/p>\n<p>Und dann verlor ich mein Gleichgewicht und lehnte mich gegen die Wand. Und ich schaute auf meinen Arm herunter und bemerkte, dass ich die Grenzen meines K\u00f6rpers nicht mehr bestimmen konnte. Ich konnte nicht bestimmen, wo ich anfing und wo ich endete, denn die Atome und Molek\u00fcle meines Arms vermischten sich mit den Atomen und Molek\u00fclen der Wand. Das Einzige, was ich erkennen konnte, war diese Energie &#8211; Energie. Und ich fragte mich: &#8222;Was fehlt dir? Was ist los?&#8220;<\/p>\n<h4>Stille<\/h4>\n<p>Und in diesem Moment wurde mein Gehirngeplapper, das Gehirngeplapper meiner linken Hemisph\u00e4re, ganz still. Als ob jemand eine Fernbedienung genommen und auf stumm geschaltet h\u00e4tte. Eine absolute Stille. Und zuerst war ich dar\u00fcber erschrocken, mich innerhalb eines stillen Geistes wiederzufinden. Aber dann war ich sofort gefangen von der Intensit\u00e4t der Energie um mich herum. Und da ich nicht l\u00e4nger die Grenzen meines K\u00f6rpers bestimmen konnte, f\u00fchlte ich mich gewaltig und raumf\u00fcllend. Ich f\u00fchlte mich eins mit all der Energie und es war wunderbar dort.<\/p>\n<p>Dann pl\u00f6tzlich schaltete sich meine linke Hemisph\u00e4re wieder ein und sagte zu mir: \u201eHey! Wir haben ein Problem! Wir haben ein Problem! Wir m\u00fcssen Hilfe holen.\u201c Und ich sagte: &#8222;Ahh! Ich habe ein Problem. Ich habe ein Problem.&#8220; Es war wie, &#8222;OK. OK. Ich habe ein Problem.&#8220; Aber dann verlie\u00df mich sofort wieder mein Bewusstsein &#8211; und ich nenne diesen Platz liebevoll La-La-Land. Es war wundersch\u00f6n dort. Stellen Sie sich vor, wie es w\u00e4re, wenn Sie von Ihrem Gehirngeplapper, das Sie mit der Au\u00dfenwelt verbindet, v\u00f6llig getrennt w\u00e4ren. Also war ich hier an diesem Ort und meine Arbeit und jeglicher Stress in Bezug auf meine Arbeit war weg. Und ich f\u00fchlte mich leichter in meinem K\u00f6rper. Und stellen Sie sich vor: alle Beziehungen zu der Au\u00dfenwelt und alle Stressfaktoren in Bezug auf diese waren weg. Und ich hatte dieses Gef\u00fchl des Friedens. Und stellen Sie sich vor, wie es sich anf\u00fchlen w\u00fcrde, 37 Jahre emotionaler Belastungen zu verlieren! (Gel\u00e4chter) Oh, ich war euphorisch. Euphorie. Es war wunderbar.<\/p>\n<h4>Interner Dialog<\/h4>\n<p>Und dann schaltete sich meine linke Hemisph\u00e4re wieder ein und sagte: &#8222;Hallo! Du must aufpassen. Wir m\u00fcssen Hilfe holen.&#8220; Und ich dachte: &#8222;Ich muss Hilfe holen. Ich muss mich konzentrieren.&#8220; Also stieg ich aus der Dusche und zog mich automatisch an und ging in meinem Appartment umher. Und ich dachte: &#8222;Ich muss zur Arbeit gehen. Ich muss zur Arbeit gehen. Kann ich Auto fahren? Kann ich Auto fahren?&#8220; Und in diesem Moment war mein rechter Arm vollst\u00e4ndig gel\u00e4hmt. Dann erkannte ich: &#8222;Du meine G\u00fcte! Ich habe einen Schlaganfall! Ich habe einen Schlaganfall!&#8220; Und als N\u00e4chstes sagte mir mein Gehirn: &#8222;Super! Das ist so cool.&#8220; (Gel\u00e4chter) &#8222;Das ist so cool! Wie viele Hirnwissenschaftler haben die Gelegenheit, ihr eigenes Gehirn von innen zu erforschen?\u201c (Gel\u00e4chter) Und dann dachte ich: &#8222;Aber ich bin eine vielbesch\u00e4ftige Frau!&#8220; (Gel\u00e4chter) &#8222;Ich habe keine Zeit f\u00fcr einen Schlaganfall!&#8220; Dann sagte ich mir: &#8222;OK, ich kann den Schlaganfall nicht aufhalten, also werde ich das f\u00fcr ein oder zwei Wochen mitmachen und dann zu meiner Routine zur\u00fcckkehren. OK. Ich muss also Hilfe holen. Ich muss mich bei meiner Arbeitsstelle melden.&#8220; Ich konnte mich nicht an die Nummer meiner Arbeitsstelle erinnern, aber ich erinnerte mich daran, dass ich in meinem B\u00fcro eine Visitenkarte hatte, auf der meine Nummer stand. Also ging ich in mein B\u00fcro und nahm einen acht Zentimeter hohen Stapel Visitenkarten heraus. Und ich schaute auf die obere Karte und obwohl ich vor meinem inneren Auge eindeutig meine Visitenkarte sah, konnte ich nicht sagen, ob dies meine Karte war, denn alles, was ich sehen konnte, waren Pixel. Und die Pixel der W\u00f6rter waren mit den Pixeln des Hintergrunds und den Pixeln der Symbole vermischt, daher konnte ich es einfach nicht sagen. Und dann wartete ich auf etwas, das ich als eine Welle der Klarheit bezeichnen w\u00fcrde. Und in diesem Moment konnte ich wieder zur normalen Realit\u00e4t zur\u00fcckkehren und sagen, das ist nicht die Karte&#8230;das ist nicht die Karte&#8230;das ist nicht die Karte. Ich brauchte 45 Minuten, um zwei Zentimeter in dem Stapel von Karten weiterzukommen. In der Zwischenzeit von 45 Minuten verst\u00e4rkte sich die Blutung in meiner linken Hemisph\u00e4re. Ich konnte keine Nummern verstehen. Ich konnte kein Telefon verstehen, aber es war der einzige Plan, den ich hatte. Also nahm ich die Telefontastatur und legte sie hier hin. Ich nahm die Visitenkarte und legte sie da hin und ich verglich die Form der Schn\u00f6rkel auf der Karte mit der Form der Schn\u00f6rkel auf der Telefontastatur. Aber dann fiel ich wieder in das La-La-Land zur\u00fcck und als ich zur\u00fcckkam, konnte ich mich nicht daran erinnern, ob ich diese Nummern bereits gew\u00e4hlt hatte. Also benutzte ich meinen gel\u00e4hmten Arm wie einen Stumpf und bedeckte damit die Nummern w\u00e4hrend ich weitermachte und w\u00e4hlte, so dass ich, wenn ich zur\u00fcck zur normalen Realit\u00e4t kommen w\u00fcrde, in der Lage w\u00e4re zu sagen: &#8222;Ja, ich habe diese Nummer bereits gew\u00e4hlt.&#8220;<\/p>\n<h4>Hilfe kommt<\/h4>\n<p>Schlie\u00dflich hatte ich die ganze Nummer gew\u00e4hlt und ich lausche in das Telefon und mein Kollege nimmt den H\u00f6rer ab und er sagt zu mir: &#8222;Woo woo woo woo.&#8220; (Gel\u00e4chter) Und ich dachte mir: &#8222;Du meine G\u00fcte, er h\u00f6rt sich wie ein Golden Retriever an!&#8220; Also sagte ich zu ihm &#8211; v\u00f6llig klar in meinem Bewusstsein, ich sagte zu ihm: &#8222;Hier ist Jill! Ich brauche Hilfe!&#8220; Aber meine Stimme gab nur von sich: &#8222;Woo woo woo woo woo.&#8220; Ich dachte: &#8222;Du meine G\u00fcte, ich h\u00f6re mich wie ein Golden Retriever an.&#8220; Also konnte ich nicht wissen, dass ich nicht sprechen oder etwas verstehen konnte, bis ich es versuchte. Aber er erkannte, dass ich Hilfe brauchte und holte Hilfe. Etwas sp\u00e4ter fuhr ich in einem Krankenwagen von einem Krankenhaus durch Bosten zum [Massachusetts] General Hospital. Und ich kringelte mich zu einem f\u00f6talen Ball zusammen.<\/p>\n<p>Und wie ein Ballon, dem der letzte Rest Luft gerade entschwindet, f\u00fchlte ich, wie sich meine Energie erhob und sich meine Seele ergab. Und in diesem Moment wusste ich, dass ich nicht mehr l\u00e4nger der Choreograph meines Lebens war. Und entweder retten die \u00c4rzte meinen K\u00f6rper und geben mir eine zweite Chance zu leben oder dies war vermutlich mein Augenblick des \u00dcbergangs. Als ich sp\u00e4ter an diesem Nachmittag erwachte, war ich schockiert zu entdecken, dass ich noch am Leben war. Als ich f\u00fchlte, wie sich meine Seele ergab, verabschiedete ich mich von meinem Leben. Und mein Geist hing nun zwischen zwei sehr gegens\u00e4tzlichen Ebenen der Realit\u00e4t. Stimulation, die durch meine Sinnessysteme kam, f\u00fchlte sich wie reiner Schmerz an. Licht verbrannte mein Gehirn wie ein Feuer, und Kl\u00e4nge waren so laut und chaotisch, dass ich keine Stimme aus dem Hintergrundger\u00e4usch heraush\u00f6ren konnte, und ich wollte nur fl\u00fcchten. Da ich die Position meines K\u00f6rpers im Raum nicht bestimmen konnte, f\u00fchlte ich mich gewaltig und raumf\u00fcllend, wie ein Geist, der gerade aus seiner Flasche befreit worden ist. Und meine Seele erhob sich, frei wie ein gro\u00dfer Wal, der durch ein Meer stiller Euphorie gleitet.<\/p>\n<h4>Nirvana<\/h4>\n<p>Ich habe Nirvana gefunden. Ich erinnere mich daran gedacht zu haben, dass es unm\u00f6glich ist, jemals wieder diese Gr\u00f6\u00dfe meines Selbst zur\u00fcck in diesen kleinen zerbrechlichen K\u00f6rper zu quetschen. Aber ich erkannte: \u201eAber ich lebe noch! Ich lebe noch und ich habe Nirvana gefunden. Und wenn ich Nirvana gefunden habe und ich lebe noch, dann kann jeder, der am Leben ist, Nirvana finden.\u201c Ich stellte mir eine Welt voller wunderbarer, friedlicher, anteilnehmender, liebender Menschen vor, die wussten, dass sie jederzeit in diesen Raum kommen k\u00f6nnen. Und dass sie willentlich w\u00e4hlen k\u00f6nnten, auf die rechte Seite ihrer linken Hemisph\u00e4ren zu treten und diesen Frieden zu finden. Und dann erkannte ich, was f\u00fcr ein ungeheures Geschenk diese Erfahrung sein k\u00f6nnte, was f\u00fcr eine wichtige Einsicht es sein k\u00f6nnte in die Art und Weise, wie wir unser Leben leben. Und es motivierte mich, gesund zu werden. Zweieinhalb Wochen nach der Blutung griffen die Chirurgen ein und entfernten einen Blutklumpen in der Gr\u00f6\u00dfe eines Golfballs, der auf meine Sprachzentren dr\u00fcckte. Hier bin ich mit meiner Mama, die ein wahrer Engel in meinen Leben ist. Ich brauchte acht Jahre, um g\u00e4nzlich zu genesen. Wer also sind wir? Wir sind die Lebenskraft des Universums mit einer manuellen Bef\u00e4higung und zwei kognitiven Dimensionen. Und wir haben die Macht zu entscheiden, Augenblick f\u00fcr Augenblick, wer und wie wir in der Welt sein wollen. Hier und jetzt kann ich in das Bewusstsein meiner rechten Hemisph\u00e4re treten, wo wir sind. Ich bin die Lebenskraft des Universums. Ich bin die Lebenskraft der 50 Billionen sch\u00f6nen molekularen Genies, die meine Form erzeugen, die eins sind mit allem Existierenden. Oder ich kann mich entscheiden, in das Bewusstsein meiner linken Hemisph\u00e4re zu treten, wo ich ein einzelnes Individuum werde, ein Festk\u00f6rper, getrennt von dem Fluss, getrennt von Ihnen. Ich bin Dr. Jill Bolte Taylor, Intellektuelle, Neuroanatomin. Das sind die \u201ewir\u201c in mir. Was w\u00fcrden Sie w\u00e4hlen? Was w\u00e4hlen Sie? Und wann? Ich glaube, dass, je mehr Zeit wir damit verbringen, die tiefen inneren Friedenskreisl\u00e4ufe unserer rechten Hemisph\u00e4ren zu durchlaufen, desto mehr Frieden werden wir in die Welt schicken, und desto friedvoller wird unsere Erde sein.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Und ich dachte, das ist eine Idee, die es Wert ist, verbreitet zu werden.<\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h3>Und was hat das mit Kangenwasser zu tun?<\/h3>\n<p>Laut <a href=\"http:\/\/www.medizinfo.de\/schlaganfall\/zerur.htm\" target=\"_blank\">medizinfo.de<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>&#8211; erleiden j\u00e4hrlich rund 350.000 Menschen einen Schlaganfall<\/li>\n<li>&#8211; gilt\u00a0Schlaganfall gilt als die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftigkeit<\/li>\n<li>&#8211; werden Durchblutungsst\u00f6rungen als Hauptursache f\u00fcr den\u00a0Schlaganfall\u00a0benannt,\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: 13px; line-height: 1.6em;\">&#8211; sei es durch Verengung der Blutgef\u00e4\u00dfe<\/span><\/li>\n<li>&#8211; unregelm\u00e4\u00dfigen\u00a0Herzschlag<\/li>\n<li>&#8211; Herzschw\u00e4che oder<\/li>\n<li>&#8211; Eindickung des Blutes auf Grund von Wassermangel, was nicht nur\u00a0bei \u00e4lteren Menschen der Fall ist<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kangenwasser hilft vielen Menschen, ausreichend zu trinken, soda\u00df der Fl\u00fcssigkeitsbedarf\u00a0gedeckt ist.<br \/>\nEs unterst\u00fctzt das Blut und f\u00f6rdert seine Flei\u00dff\u00e4higkeit, wie in meinem Beitrag <a href=\"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wissenschaftliche-studien-mit-kangenwasser\/\" target=\"_blank\"><strong>Wissenschaftliche Studien mit Kangenwasser<\/strong><\/a>\u00a0in einem anschaulichen Video des <em style=\"color: #161618; font-family: 'lucida grande', Verdana, sans-serif; line-height: 15.994318008422852px; background-color: #f0faff;\">National Food General Institute of Japan<\/em>\u00a0sehen k\u00f6nnen.<br \/>\nHier ein Ausschnitt aus dem Video:<\/p>\n<p><video src=\"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-content\/uploads\/Kangenwasser_und_die_Fliesseigenschaften_des_Blute.ogv\" controls><\/video><\/p>\n<h4>Mehr \u00fcber dieses Wasser lesen Sie in meinem aktuellen <a href=\"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\" target=\"_blank\">Kangenwasser-Report<\/a>, den Sie sich <a href=\"http:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\" target=\"_blank\">hier<\/a> kostenlos herunterladen k\u00f6nnen.<\/h4>\n<p>Helfen sie mit, diese beeindruckende Chronologie eines Schlaganfalls \u00fcber Facebook, Twitter &amp; Co. vielen Menschen zug\u00e4nglich zu machen, denn Vorbeugen ist bekanntlich besser als leiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n\tGehirnforscherin Jill Bolte Taylor beschreibt, wie sie ihren eigenen Schlaganfall erlebt hat.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4452,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1,983,421],"tags":[1103,1031,1032,1024,1028,1030,1025,1023,1026,684,1029,1027,1022,120],"class_list":["post-4125","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-blog","category-wasser-videos","tag-chronologie","tag-durchblutungsstorungen","tag-flussigkeitsbedarf","tag-gehirnforscherin","tag-gehirngeplapper","tag-hauptursache","tag-hemispharen","tag-jill-bolte-taylor","tag-linke-gehirnhalfte","tag-national-food-general-institute-of-japan","tag-nirvana","tag-rechte-gehirnhalfte","tag-schlaganfall","tag-video"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-content\/uploads\/JillBolteTaylor.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4125"}],"version-history":[{"count":53,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4125\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5066,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4125\/revisions\/5066"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/c-boehling.de\/kangenwasser\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}